Wissenschaftlicher Lebenslauf

Geboren 1968. Abitur im Jahre 1988. Anschließend ein halbjähriger USA-Aufenthalt zum Zwecke des Sprachstudiums. Im Wintersemester 1988/89 Beginn des Studiums der Mittleren und Neueren Geschichte an der Christian-Albrechts Universität in Kiel mit den Nebenfächern Ur- und Frühgeschichte, Archäologie, Volkskunde, Politologie. Während der Semesterferien mehrere Praktika, u. a. am Niedersächsischen Staatsarchiv in Stade, und Teilnahme am Romkurs des Deutschen Historischen Instituts im Sommer 1992. Von Januar 1992 bis März 1995 Wissenschaftliche Hilfskraft am DFG-Forschungsprojekt "Hanse und Flandern". Unter Leitung von Prof. Dr. Werner Paravicini und in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Hansegeschichte an der Universität Greifswald wurde die Präsenz hansischer Kaufleute im Brügge in den Jahrzehnten um 1400 an bisher unbekannten Quellen erforscht. In den weiteren Zusammenhang dieses Forschungsprojekts gehört auch die Magisterarbeit über "Artushöfe im Ostseeraum". Zu diesem Zweck mehrwöchige Archivaufenthalte in Polen, gefördert durch ein Stipendium des DHI Warschau. Magisterprüfung am 11. Januar 1995, Note: "mit Auszeichnung". Hansische Forschungen sind seitdem, u. a. in Verbindung mit modernen volkswirtschaftlichen Fragestellungen, weiterverfolgt worden. 1996 und 2004 darüber auch Vorträge auf den Deutschen Historikertagen in München und Kiel.

Von 1995 bis 1998 Promotionsstipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Dissertation über "Deutsche Söldner im Italien des Trecento" unter der Betreuung von Prof. Dr. Werner Paravicini (Paris). Die Arbeit analysiert die Präsenz deutscher Adliger in den italienischen Kriegen des 14. Jahrhunderts in ihren unterschiedlichen wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Facetten. Ein insgesamt einjähriger Italienaufenthalt vor allem in Nord- und Mittelitalien wurde ermöglicht durch mehrere Stipendien, u. a. des DHI in Rom. In die Promotionszeit fallen die Vertretung einer Assistentenstelle am Historischen Seminar der Universität Kiel (Juli bis Oktober 1995) sowie die Organisation eines Forschungskolloquiums zum Thema "Ordnungsformen des Hofes" im Oktober 1997 in Sehlendorf. Promotionsprüfung am 10. Februar 1999, Note: "summa cum laude". Das Thema Krieg und Gesellschaft im Mittelalter wurde seitdem in europäischer Perspektive weiterverfolgt.

Vom 1. Juni bis 30. September 1999 wissenschaftliche Hilfskraft am Historischen Institut der Universität Greifswald (Prof. Dr. Karl-Heinz Spieß): Forschungen zu Klerikern aus reichfürstlichen Familien. Seit dem 1. Januar 2000 Wissenschaftlicher Assistent an der Professur für Mittelalterliche Geschichte (Prof. Dr. Andreas Ranft) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Neben den Tätigkeiten in der Lehre und in der universitären Selbstverwaltung wurde das Habilitationsprojekt "Farben und Farbstoffe" entwickelt und durchgeführt. Die Arbeit untersucht an einem vielfältigen Quellenmaterial in einem interdisziplinären Zugriff den Farbgebrauch, die Farbstoffproduktion und den Farbstoffhandel im spätmittelalterlichen Reich unter besonderer Berücksichtigung der Farbe Blau und des Blaufarbstoffs Waid. Das Habilitationsverfahren wurde im Mai 2006 abgeschlossen.

In der hallischen Zeit zudem Mitarbeit an den Forschungsprojekten des Lehrstuhls, woraus Arbeiten zur Residenzenforschung und sachsen-anhaltischen Landesgeschichte des Mittelalters entstanden. Daneben Vorbereitung, Durchführung und Publikation der zeitlich übergreifenden Sektion „Städte aus Trümmern" auf dem Historikertag des Jahres 2002 in Halle. Zudem Entwurf und Realisierung eines modernen Lehrbuchs zur europäischen Geschichte des Mittelalters in Zusammenarbeit mit dem Oldenbourg-Verlag.

Seit dem 1. Oktober 2008 Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr in Hamburg.

zuletzt verändert: 16.02.2013 16:22

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