PD Dr. Tanja Penter

PD Dr. Tanja  Penter
E-Mail-Adresse
penter@hsu-hh.de

Arbeits- und Forschungsschwerpunkte

  • Geschichte Russlands, der Ukraine und der Sowjetunion im 19. und 20. Jahrhundert
  • Diktaturvergleich Stalinismus – Nationalsozialismus
  • Besatzungserfahrung, Zwangsarbeit, Kollaboration und Holocaust
  • Transitional justice, Rechts- und Gerechtigkeitskulturen, Vergangenheitspolitik in Osteuropa
  • Soziale und nationale Bewegungen im Russischen Reich in der Revolution von 1917
  • Das Wissen über die „Zigeuner“ im Zarenreich

Curriculum Vitae

  • Seit Mai 2010 Vertretung (über fünf Jahre) der Professur für Geschichte des 19. u. 20. Jahrhunderts u.b.B. Mittel- und Osteuropas an der Helmut Schmidt Universität// Universität der Bundeswehr in Hamburg
  • WS 2008/09 Vertretungsprofessur an der Humboldt-Universität zu Berlin; Vertretung des Lehrstuhls für Geschichte Osteuropas
  • 23. Jan. 2008 Abschluss des Habilitationsverfahrens an der historischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum und Erteilen der Lehrbefähigung für das Fach Osteuropäische Geschichte
  • 2007-2010 Geschäftsführerin am Lehrstuhl für Zeitgeschichte der Ruhr-Universität Bochum im internationalen Projekt zur Erforschung des jüngsten deutschen Entschädigungsprogramms für ehemalige Zwangsarbeiter und seiner vielfältigen Auswirkungen in Osteuropa.
  • 2005-2006 Vertretung der akademischen Ratsstelle für Ost- und Ostmitteleuropäische Geschichte am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte der Ruhr-Universität Bochum
  • 2004 – 2005 Pearl-Resnick postdoctoral fellow am Center for Advanced Holocaust Studies des US Holocaust Memorial Museums in Washington D.C., Forschungsprojekt: „Collaboration on Trial: Soviet Postwar Trials of Collaborators”
  • 2004 – 2006 Lise-Meitner-Stipendiatin des Landes NRW, Forschungsprojekt: “Stalinismus und Krieg unter Tage. Leben und Arbeiten im Donbass unter stalinistischer und nationalsozialistischer Herrschaft, 1929-1953“
  • 2001-2003 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für soziale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum im Forschungsprojekt „Zwangsarbeit im Kohlenbergbau“
  • 1999 Promotion an der Universität Köln im Fach Osteuropäische Geschichte
  • 1987 - 1995 Studium an der Universität Köln, in den Fächern: Osteuropäische Geschichte, Germanistik, Mittlere und Neuere Geschichte
  • 1974-1987 Grundschule und Gymnasium in Hohenlimburg/ Hagen
  • 1967 geboren in Letmathe/ Iserlohn

Publikationen

Monographien

  • Kohle für Stalin und Hitler. Leben und Arbeiten im Donbass 1929-1953, Essen 2010. (ausgezeichnet mit dem René-Kuczynski-Preis 2011 für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte)
  • Odessa 1917. Revolution an der Peripherie, Beiträge zur Geschichte Osteuropas Bd. 32, Böhlau Verlag Köln 2000.

    Herausgeberschaft

    • „Sowjetische Bergleute und Industriearbeiter – neue Forschungen“, in: Mitteilungsblätter des Instituts für soziale Bewegungen, H. 38 (2007).

    Co-Autorin

    • In Zusammenarbeit mit Dr. Dmytro Tytarenko (auf der Grundlage von Interviewaufzeichnungen im Donezbecken in den Jahren 2001-2008): „Das lokale Gedächtnis – Erinnerungen an Krieg, deutsche Besatzung und Nachkriegszeit im Donezbecken, (erscheint 2012 in russischer Sprache).
    • Hochschulen in der Ukraine. Geschichte, Struktur, Perspektiven, Beiträge zur Hochschulpolitik 2/ 2001, Bonn 2001 (gemeinsam mit C. Noack).

        Beiträge in Zeitschriften und Sammelbänden

        • Die belarussische Stiftung „Verständigung und Aussöhnung“ – Zwangsarbeiterentschädigung im Schatten der Lukašenka-Herrschaft, in: C. Goschler (Hg.), Entschädigung für NS-Zwangsarbeit, Göttingen (erscheint im April 2012) (90 Seiten).
        • Die russische Stiftung „Verständigung und Aussöhnung“: Entschädigung im Zeichen allseitigen Misstrauens und politischer Marginalität, in: C. Goschler (Hg.), Entschädigung für NS-Zwangsarbeit, Göttingen (erscheint im April 2012) (85 Seiten).
        • Kohle für Hitler: Der Donbass unter deutscher Besatzung, in: Einsicht. Bulletin des Fritz Bauer Instituts 06, (2011), S. 40-48.
        • „Das Urteil des Volkes“. Der Kriegsverbrecherprozesse von Krasnodar 1943, in: Osteuropa 60/ 12 (2010), S. 117-131.
        • Die Ukrainer und der „Große Vaterländische Krieg“: Die Komplexität der Kriegsbiographien, in: A. Kappeler (Hg.), Die Ukraine. Prozesse der Nationsbildung Köln, Wien 2011, S. 335-348.
        • Occupation, work and loyalties: Working relationships in the Donbass under Stalinist and NS occupation rule, in: “The Experience of Occupation, 1931-1949. Proceedings”, Wuhan/ China 2010 (in chinesischer Sprache).
        • Gerichtsprozesse gegen Kollaborateure: Die Praxis der gerichtlichen Verfolgung sowjetischer Kriegsverbrecher unter Stalin (1943-1953), in: B. Fieseler/ N. Moine (Hg.), Sieger und Besiegte. Vom Krieg um Frieden: UdSSR, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, USA (1941-1950), Moskau 2010, S. 148-166 (in russischer Sprache).
        • Local Collaborators on Trial. Soviet war crimes trials under Stalin (1943-1953), in: Cahiers du Monde russe, 49/ 2-3 (2008), S. 341-364.
        • Opfer zweier Diktaturen: Zwangsarbeit im Donbass unter Hitler und Stalin, in: A. M. Litvin (Hg.): Zwangsarbeit belarussischer Bürger im besetzten Belarus (1941-1944), Minsk 2010, S.161-198 (in belarussischer Sprache).
        • Odessa 1917 – revolution in a multiethnic city at the periphery of the Russian Empire, in: S. Badcock/ L. Novikova/ A. Retish (Hg.): Kaleidoscopes of Revolution: Russia in regional perspective, 1914-1921, (erscheint 2012).
        • The ghetto of Stalino, in: M. Dean (Hg.), Encyclopedia of Camps and Ghettos 1933-1945, Vol. 2: Ghettos in German-Occupied Eastern Europe, Bloomington: Indiana University Press in association with the United States Holocaust Memorial Museum, 2011.
        • Der „neue sozialistische Donbass“ und der Aufstieg des Bergmanns zur kulturellen Leitfigur, in: „Sowjetische Bergleute und Industriearbeiter – neue Forschungen“, in: Mitteilungsblätter des Instituts für soziale Bewegungen, H. 38 (2007), S. 79-95.
        • Zwangsarbeit im Donbass unter stalinistischer und nationalsozialistischer Herrschaft, 1929 bis 1953, in: K. Tenfelde/ C. Seidel (Hg.), Zwangsarbeit im Europa des 20. Jahrhunderts. Bewältigung und vergleichende Aspekte, Essen 2007, S. 227-252.
        • Collaboration on Trial: New source material on Soviet postwar trials against collaborators, in: Slavic Review Vol. 64 (2005), S. 780-790.
        • Arbeiten für den Feind in der Heimat. Der Arbeitseinsatz in der besetzten Ukraine 1941-1944, in: Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte, H. 1 (2004), S. 65-94.
        • Oktober in Odessa. Die Bedeutung des ‚lokalen Faktors‘ in der Revolution von 1917, in: Forum für osteuropäische Ideen- und Zeitgeschichte 4 (2000), S. 145-173.
        • Die Besonderheiten der Revolution von 1917 in Odessa (in russischer Sprache), in: Materialien der Internationalen wissenschaftlichen Konferenz „Die Wiedergeburt der ukrainischen Staatlichkeit: Probleme der Geschichte und der Kultur“, 13. - 16. Mai 1996, Odessa 1996, S. 60-71.
        • Zwischen Hunger, Terror und einer „glücklichen Zukunft“. Der Arbeitseinsatz im Steinkohlenbergbau des Donezbeckens unter deutscher Besatzung 1941 bis 1943, in: K. Tenfelde/ H.-C. Seidel (Hg.), Zwangsarbeit im Bergwerk. Bd. 1: Forschungen, Essen 2005, S. 433-466.
        • Arbeit für den Feind oder Zwangsarbeit – Der Steinkohlenbergbau im Donbass unter der Besatzung 1941-1943, (in ukrainischer Sprache) in: Ukraïns’kyj Istoryčnyj Žurnal 1 (2005), S 34-41.
        • Deutsche Bergleute im Donbass 1941-1943 (in russischer Sprache), in: Novi Storinky Istoriï Donbasu. Zbirnyk statej, Knyha 11, Donec’k 2005, S. 3-18.
        • Die lokale Gesellschaft im Donbass unter deutscher Okkupation 1941-1943, in: Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus, Bd. 19: Kooperation und Verbrechen. Formen der „Kollaboration“ im östlichen Europa 1939-1945, 2003, S. 183-223.
        • Kognitive Topographien 1917: Odessas Juden zwischen kollektiver Selbstfindung und nationalem Erwachen, in: Jahrbuch des Simon-Dubnow-Instituts II (2003), S. 267-292.
        • Öffentlichkeit und Rechtsprechung unter der frühen Sowjetmacht. Der Prozess gegen den „Južnyj Rabočij“ in Odessa, in: Jahrbüchern für Geschichte Osteuropas 50 (2002), S. 558-576.
        • Das Hochschulwesen in der Ukraine. Zu Reformen, gesetzlichen Grundlagen, Problemen und Perspektiven nach der staatlichen Unabhängigkeit, in: Osteuropa 11 (2000), S. 1212-1232.
        • Der Sowjet der Arbeitslosen in Odessa. Soziale Polarisierung in der Revolution von 1917, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 3 (1998), S. 351-375.
        • Die Republik Tywa (Tuwa) - nationale und kulturelle Wiedergeburt einer ehemaligen Sowjetkolonie, in: Osteuropa 7 (1997), S. 666-683.
        • Die ‘revolutionäre Mentalität’ in Odessa, (in russischer Sprache), in: Odesskij Universitet, März 1996, S. 5-16.
        • Literaturmuseen in der ehemaligen Sowjetunion - gestern und heute. Am Beispiel des literaturgeschicht­lichen Museums in Odessa, in: Osteuropa 9 (1994), S. 886-895.

        Beiträge in Vorbereitung

            • Buchprojekt: „Kollaborateure vor Gericht: Nachkriegsjustiz unter Stalin“ .
            • Das Wissen über die „Zigeuner“ im Zarenreich.
            • „Ich kann in dieser Welt keine Gerechtigkeit finden“ – Briefe von NS-Opfern an post-sowjetische Entschädigungsstiftungen.

               

                zuletzt verändert: 10.09.2014 15:36

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