Nicole Bornheim, M.A.

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Bornheim

nicole.bornheim@fu-berlin.de

Dissertation

Positive Emotionen in der Arbeitswelt. Eine vergleichende Untersuchung über das Verhältnis von Rahmenbedingungen und Arbeitserleben in der stationären Altenpflege (Abschluss im November 2013 an der Universität Bremen, Zweitbetreuung durch B. Sieben, Erstbetreuerin E. Senghaas-Knobloch, Universität Bremen)

Nachdem Emotionen in der Arbeits-und Organisationsforschung lange Zeit weitgehend
ignoriert oder bestenfalls als Störfaktor betrachtet wurden, geraten sie heute fast schon zu
einem Wert an sich. Vor allem positive Emotionen finden unter der Perspektive der
Nutzbarmachung von Kräften zunehmend Beachtung, da sie in einer engen Wechselwirkung
mit dem Erhalt des physischen wie psychischen Wohlbefindens und der Erhöhung von
Arbeitszufriedenheit, Arbeitsmotivation sowie der persönlichen Leistungsfähigkeit und bereitschaft
– also mit einem Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit – gesehen werden. Neuere
Forschungsergebnisse zeigen zudem, dass positive Emotionen im Arbeitsleben vielfach
enorme kreative und produktive Kräfte freisetzen und einen der stärksten Antriebsmotoren
darstellen, um Höchstleistungen zu erzielen.Vor diesem Hintergrund zielt das
Forschungsvorhaben darauf ab, ein besseres Verständnis darüber zu gewinnen, unter welchen
Voraussetzungen positive Emotionen bei der Ausübung beruflicher Arbeit in
Erwerbsorganisationen entstehen (können).

Empirisch wird dieser Fragestellung am Beispiel der Altenpflege nachgegangen. Mittels einer
Kombination von begleitenden Beobachtungen und qualitativen Interviews mit Beschäftigten
dreier Pflegeeinrichtungen soll ermittelt werden, in welchen konkreten Arbeitssituationen die
Mitarbeiter/innen positive Emotionen erleben und welche organisationalen
Rahmenbedingungen aus ihrer Sicht notwendig sind, um positive Emotionen im Arbeits-und
Organisationskontext erleben zu können. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses stehen
dabei vor allem Fragen nach dem Einfluss sozialer und (organisations)kultureller Faktoren.

Die Veröffentlichung der Dissertation ist in Vorbereitung.

Forschungsschwerpunkte

  • Gender (Mainstreaming) und Diversity (Management) in Organisationen
  • Betriebliche Veränderungsprozesse aus der Perspektive sozialer Nachhaltigkeit
  • Subjektivität und Emotionen in der Arbeitswelt

Publikationen

  • Barbara Sieben/Nicole Bornheim (2011): Intersektionalität und Diversity – Achsen der Differenz in Managementkonzepten und Managementforschung; in: Sandra Smykalla/Dagmar Vinz (Hrsg.): Intersektionalität zwischen Gender und Diversity – Theorien, Methoden und Politiken der Chancengleichheit, Münster: Westfälisches Dampfboot, 93-111.

  • Bornheim, Nicole (2010): Organizational Conditions for Positive Emotions in the Workplace - The Example of Professional Elderly Care, in Sieben, Barbara/Wettergren, Åsa (Hrsg.): Emotionalizing organizations and organizing emotions, Houndsmills: Palgrave Macmillan, 63-83.
  • Bornheim, Nicole (2008): Arbeitsqualität als Ansatzpunkt für eine sozial nachhaltige Gestaltung flexibler Arbeitsformen – Das Beispiel Pflege; in: Guido Becke (Hrsg.): Soziale Nachhaltigkeit in flexiblen Arbeitsstrukturen. Problemfelder und arbeitspolitische Gestaltungsperspektiven, Wien/Zürich, S. 169-184.
  • Bornheim, Nicole (2008): Begeisterung in der stationären Altenpflege. Positives Arbeits-erleben aus Sicht der Pflegekräfte; in: Eva Senghaas-Knobloch/ Christel Kumbruck (Hrsg.): Vom Liebesdienst zur liebevollen Pflege; Loccumer Protokolle 80/07; Rehburg-Loccum, S. 53-65.
  • Bornheim, Nicole (2007): Gestaltungsperspektiven für Arbeitsqualität – empirische Befunde aus der Altenpflege; in: Guido Becke/ Eva Senghaas-Knobloch (Hrsg.): Flexible Arbeits-formen aus der Perspektive sozialer Nachhaltigkeit. Eine Dokumentation von Beiträgen zur Fachkonferenz am 27./28. April 2007 an der Universität Bremen; artec-paper Nr. 141, Universität Bremen, S. 58-62.




zuletzt verändert: 07.07.2014 11:18

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