Dipl.-Kffr. Daphne Reim

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Reim

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Dissertationsprojekt

Diversity (Management) des Engagement(potenzial)s Älterer (laufend seit Januar 2011, Zweitbetreuung durch B. Sieben, Erstbetreuer T. Olk, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Von der Annahme ausgehend, dass der Umgang mit der im Querschnitt zunehmenden
und zeitlich dynamischen Vielfalt (potenziell) engagierter Älterer eine wichtige Rolle für
eine (bessere) Nutzung des Engagement(potenzial)s Älterer darstellt, wird im Rahmen des
Promotionsprojektes das Konzept "Diversity" fruchtbar gemacht. Aus einer
diversityorientierten Perspektive soll ein Beitrag zur Beantwortung der Frage geleistet
werden, warum und wie Nonprofit-Organisationen ältere Menschen (50+) als ehrenamtlich
Engagierte einsetzen. Die Überlegungen zum theoretisch-konzeptionellen Rahmen dieser
Arbeit orientieren sich wesentlich an den Forschungsarbeiten von Ortlieb & Sieben (2008,
2010, 2013), in welchen eine Typologie von Diversity-Strategien bezogen auf
Arbeitnehmer/innen mit Migrationshintergrund entwickelt und überprüft wurde. Den
Diversity-Strategien liegt der Ressourcenabhängigkeits-Ansatz von Pfeffer & Salancik
(1978) zugrunde, mit welchem argumentiert wird, dass Organisationen zum Überleben
jeweils für sie wichtige Ressourcen, wie beispielsweise finanzielle Mittel, Rohstoffe,
Technologien und Wissen, benötigen, die von der Organisationsumwelt (z. B.
Mitarbeiter/innen) bereitgestellt werden. Übertragen auf das Promotionsvorhaben heißt
das, dass ältere Menschen als ehrenamtlich Engagierte aus Sicht von Nonprofit-
Organisationen über kritische Ressourcen oder Zugang zu diesen verfügen können.
Diversity-Strategien geben dann Informationen darüber, welche Ressourcen aus Sicht der
Organisation als wichtig erachtet werden, z. B. dem Alter zugeschriebene Kompetenzen,
welche die Organisation zur Verbesserung von Angeboten nutzen kann. Es wird vermutet,
dass je nach Bedeutung bestimmter Ressourcen Ältere als ehrenamtlich Engagierte bei
unterschiedlichen Tätigkeiten eingesetzt werden. Des Weiteren wird nach
(diversityorientierten) Maßnahmen und Praktiken im Umgang mit (älteren) Engagierten
gefragt. Das Promotionsvorhaben wählt einen quantitativen und qualitativen Zugang.

Ortlieb, R., & Sieben, B. (2013). Diversity Strategies and Business Logic: Why Do
Companies Employ Ethnic Minorities? Group & Organization Management, 38(4), 480– 511.


Ortlieb, R., & Sieben, B. (2010). Migrant employees in Germany: personnel
structures and practices. Equality, Diversity and Inclusion: an International Journal,
29(4), 364–379.

Ortlieb, R., & Sieben, B. (2008). Diversity strategies focused on employees with
migration background: an empirical investigation based on resource dependence
theory. Management Revue, 19(1+2), 70–93.

Pfeffer, J., & Salancik, G. R. (1978). The external control of organizations. A resource
dependence perspective. New York/Hagerstown/San Francisco/London: Harper & Row.

Forschungsschwerpunkte

  • Demografischer Wandel
  • Partizipation
  • Bürgerschaftliches Engagement
  • Diversity (Management) des Engagement(potenzial)s Älterer (Arbeitstitel der Dissertation)

Publikationen

  • Mohajeri, S./Reim, D./Schönberg, M. (2012): Umgang mit den Herausforderungen der Existenzgründung. ZTG Discussion Paper, Nr. 32/2012.
  • Anders, V./Ortlieb, R./Pantelmann, H./Reim, D./Sieben, B./Stein, S. (2010): Die betriebliche Integration von Personen mit Migrationshintergrund: Personalstrukturen und Personalpraktiken in Berliner Unternehmen. In: Schmidt, M./Schank, C. (Hrsg.): Die Metropolregion Berlin vor demografischen und gesellschaftlichen Herausforderungen. München/Mering.
  • Gensicke, T./Olk, T./Reim, D./Schmithals, J./Dienel, H.-L. (2009): Entwicklung der Zivilgesellschaft in Ostdeutschland. Quantitative und qualitative Befunde. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
  • Anders, V./Ortlieb, R./Pantelmann, H./Reim, D./Sieben, B./Stein, S. (2008): Diversity und Diversity Management in Berliner Unternehmen. Im Fokus:Personen mit Migrationshintergrund. Ergebnisse einer quantitativen und qualitativen empirischen Studie. München/Mering
  • Reim, D. / Schmithals, J. (2008): Kooperationsnetzwerke und Bürgerschaftliches Engagement als Erfolgsfaktoren für ostdeutsche Kommunen. In: Barlösius, E. / Neu, C. (Hg.): Peripherisierung - eine neue Form sozialer Ungleichheit? Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. Materialien der Interdisziplinären Arbeitsgruppe Zukunftsorientierte Nutzung ländlicher Räume - LandInnovation. Arbeitspapier Nr. 21. Berlin. S. 75-82 (Download unter: www.bbaw.de/bbaw/Forschung/Forschungsprojekte/Land/de/blanko.2006-04-06.6150890814)
  • Dueben, A./Reim, D. (2007): Demografische Herausforderungen in Ostdeutschland. In: Corax – Magazin für Kinder- und Jugendarbeit, Ausgabe 3/2007. Chemnitz. S. 21-28
  • Dienel, H.-L./Reim, D./Schmithals, J. (2007): Zu- und Rückwanderung nach Ostdeutschland – Bevölkerungsstabilisierung ostdeutscher Städte durch West-Ost-Wanderung. In: vhw – Bundesverband für Wohneigentum und Stadtentwicklung e.V. (Hg.): Den demografischen Wandel gestalten. vhw Forum Wohneigentum – Zeitschrift für Wohneigentum in der Stadtentwicklung und Immobilienwirtschaft. 8. Jg.. Heft 3 Mai/Juni 2007. Berlin. S. 156-160
zuletzt verändert: 07.07.2014 11:16

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