Hinweise zur Erstellung von Hausarbeiten

Hinweise zur Erstellung von Hausarbeiten & Abschlussarbeiten (BA, MA). Hier finden sie Hinweise zur Erstellung von Hausarbeiten in Bezug auf Inhalt, Themenwahl, Argumentation, Fragestellung etc.; außerdem finden Sie hier Ergänzungen zu den formalen Vorgaben, die unter »Hinweise zur Abgabe und zum Abfassen von Hausarbeiten« beschrieben sind.

 

(Dieser Text als PDF: hier.)

 

Zur Beachtung: 
Diese Hinweise gelten verbindlich für Hausarbeiten bei mir, Roger Behrens, sowie Bachelor- und Masterarbeiten, sofern ich diese (als Erst- oder Zweitprüfer) betreuen soll.

 

  • Schreiben Sie nur eine Hausarbeit, wenn Sie eine Fragestellung haben,
    a) die sie interessiert,
    b) von deren Lösung oder Thematisierung Sie (neue) Erkenntnisse erwarten
    (wichtig: eine Erkenntnis kann auch sein, dass aus dem gewählten Thema keine Erkenntnisse gewonnen werden können; eben darüber lassen sich sehr gut Hausarbeiten schreiben …).

    Also: Prüfen Sie in jedem Fall, was Ihr erkenntnisleitendes Interesse ist (und zwar: für sich, nicht für mich).
  •  Eine Fragestellung für eine wissenschaftliche Hausarbeit besteht in der Problematisierung von Begriffen und Sachverhalten. ABC mit XYZ zu vergleichen, ist meistens (noch) keine Fragestellung.

  • Eine Fragestellung müssen Sie selber finden. Wenn Ihnen nach zwölf Seminarsitzungen nichts einfällt, dann ist genau das das Problem, über das Sie schreiben können (oder sogar sollten).

  • Zu einer Fragestellung gehören auch Arbeitshypothesen und mögliche bzw. zu erwartende Resultate. Daran können Sie prüfen, ob Ihre Fragestellung überhaupt gehaltvoll ist, oder banal (banal wäre etwa: Fragestellung: Hat X mit Y zu tun? Mögliches Resultat: Ja).

  • Sie können gerne das Hausarbeitsthema mit mir abstimmen beziehungsweise von mir absegnen lassen: bitte entweder vor oder nach einer Seminarstunde oder per Mail. Und das heißt: ein Sprechstundentermin ist dafür nicht nötig.

  • Sie sind prinzipiell in der Themenwahl frei: Ihr Thema muss nicht explizit Thema im Seminar sein / gewesen sein. Gleichwohl ist aber ein Seminarbezug unerlässlich. Seminarbezug heißt: Egal worüber Sie schreiben – Sie schreiben auch über und im Kontext von »Erziehungswissenschaft, insbesondere Bildungs- und Erziehungstheorie sowie philosophische Grundlagen«. Was dabei »Bildungs- und Erziehungstheorie sowie philosophische Grundlagen« sind, wird im Seminar erörtert. Das bedeutet: 

    a) Hausarbeiten, die von »Erziehung« und »Bildung« allein im alltagssprachlich-restringierten Sinne handeln – »unter Erziehung versteht jeder etwas anderes«, »was Bildung ist, ist subjektiv verschieden« –, sind ziemlich sicher welche, die mit 4,0 oder schlechter benotet werden;

    b) Besuchen Sie die Seminarsitzungen; Mitarbeit in jeder Form ist geboten (mitschreiben, Fragen stellen, Texte lesen, vorbereitet sein).


Wichtig:

Schreiben Sie für Ihr Hausarbeitsthema (einschließlich Hypothesen, begriffliche Grundlagen, Forschungsfrage, Probleme etc.) ein Exposé. Dieses Exposé hat ca. 2 Seiten (oder mehr), d. h. mindestens 3.000 Zeichen.

Ohne Exposé ist es bei mir nicht möglich, eine Hausarbeit zu schreiben (d. h. das Exposé ist Teil der Hausarbeit, und das bedeutet: Sie können das Exposé auch gerne als Text in Ihre Hausarbeit aufnehmen [als Einleitung, Kapitel etc.]).

Dieses Exposé schicken Sie mir per Mail als PDF. 

Ich kommentiere das Exposé (per Mail; ggf. vereinbaren wir einen Sprechstundentermin).

 

Wichtig: 

Unabhängig von Ihrem Thema und der dafür gewählten Literatur sind in Ihrer Hausarbeit drei der Titel zu verwenden, die sich

  • im aktuellen, zum Seminar gehörigen Bibliotheksapparat
    (siehe: http://bibweb.ub.hsu-hh.de/trimapp/ - unter Roger Behrens),
  • im Apparat »allgemeine Studienliteratur« 
    (siehe: http://bibweb.ub.hsu-hh.de/trimapp/collection.php?id=1019 )

finden.

»Verwenden« bedeutet: Sie wissen, was in diesen drei Büchern steht und reflektieren das entsprechend in ihrer Hausarbeit.
Ob Sie die drei ausgesuchten Texte dafür lesen oder nicht, ist unerheblich; es geht darum, dass Sie wissen, warum diese Texte – auch für Ihr Thema und Erkenntnisinteresse – wichtig sind, bzw. dass Sie mir darlegen können, warum diese Texte und Theorien eventuell nicht wichtig sind (»wichtig« bedeutet: fundiert, wissenschaftlich gehaltvoll, Elemente einer reflektierten Auseinandersetzung mit dem Thema etc.).

  •  Tipp: Überlegen Sie sich so früh wie möglich ein Thema für Ihre Hausarbeit, am besten in der ersten Hälfte des Trimesters, so dass Sie in der zweiten Trimesterhälfte bereits mit der Erstellung der Hausarbeit beginnen können. (Sicher ist: Eine Hausarbeit drei Tage vor Abgabetermin zu beginnen (inklusive Exposé!), wird kaum besser als eine 4,0 sein ...)

 

 

Anhang 1: Formales

Hinweise zur Abgabe und zum Abfassen von Hausarbeiten gibt es hier (Hier sind übrigens auch alle Termine aufgeführt!) 

Und (als Ergänzung zu den Informationen, die Sie auf der Seite »Hinweise zur Abgabe und zum Abfassen von Hausarbeiten«) finden: 
Für eine korrekte bibliografische Angabe gibt es unbedingt notwendige und nützliche zusätzliche Informationen.
Notwendig sind: 

• Nachname der Autorin oder des Autors (oder ggf. Herausgeberin bzw. Herausgebers).
• Vorname der Autorin oder des Autors (oder ggf. Herausgeberin bzw. Herausgebers), ggf. abgekürzt.
• Titel des Textes oder Buches.
• Ggf. Angaben zum Buch / zur Zeitschrift, in dem / der der Text enthalten ist (möglichst mit Seitenzahlen dazu).
• Erscheinungsort.
• Erscheinungsjahr.
• Bei Zeitschriften etc.: Nr., ggf. Jahrgang, publikationsspezifische Zusätze (Heft / Band / Reihe / Sonderausgabe etc.).

Zusatzinformationen:

• Angaben zu den Herausgeberinnen und Herausgebern bei Werken.
• Ggf. Angaben zu den Übersetzerinnen und Übersetzern.
• Verlagsname.
• Zahl der Auflage; dazu in Klammern: Ersterscheinungsjahr.

Überflüssig und unsinnig:

• ISBN
• Titelzusätze der Autorin oder des Autors (oder ggf. Herausgeberin bzw. Herausgebers).
• Firmenzusätze zum Verlagsnamen wie AG, GmbH etc.
• Bibliothekssignaturen (Ausnahme freilich: Archivdokumente!).
• Länderangaben zum Verlagsort (Ausnahme: der Ort ist uneindeutig; üblich ist bei US-Publikationen die Angabe des Staates, z. B. Cambridge / Mass.)
• Monatsangaben beim Erscheinungsjahr (Ausnahmen freilich: Zeitschriften, Periodika). 

Tipp: Orientieren Sie sich in der Zitation und für sonstige Formalitäten an einer ausgewählten Literatur, die Sie ohnehin für Ihre Hausarbeit benutzen.

 

Anhang 2: Allgemeine Hinweise zum Studium bzw. Studieren ...

... nicht von mir, sondern von Richard Keller Simon (1945–2005), Autor des fulminanten Buches ›Trash Culture: Popular Culture and the Great Tradition‹, Berkeley 1999, zum Thema:
• Muss ich Texte lesen? Und: Braucht das Seminar Vor- und Nachbereitungszeit?
http://web.archive.org/web/20120211041958/http://cla.calpoly.edu:80/legacies/rsimon/rsimonsite/Hum410/syllabus410.htm 
• Termin verpasst – jetzt habe ich Panik!
http://web.archive.org/web/20120211043544/http://cla.calpoly.edu/legacies/rsimon/rsimonsite/Hum410/Panic_page.htm

 

 

(Roger Behrens, August 2018)

zuletzt verändert: 09.08.2018 16:29

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