Das deutsche Kaiserreich – Eine bildungshistorische Problemgeschichte

Die im Entstehen begriffene Monographie behandelt bildungshistorische Fragen des Deutschen Kaiserreichs (1871-1918) und diskutiert diese im Rahmen einer Fallstudie zur Seidenfabrikantenfamilie Colsman im Bergischen Land.

Im vorliegenden Buch wird anhand verschiedener Kernfamilien der weitverzweigten Seidenfabrikantenfamilie Colsman untersucht, wie die rasanten Veränderungen der Lebenswelt im Kaiserreich (zwischen seiner Gründung und dem Ende nach dem Ersten Weltkrieg) und damit der Lebensformen wahrgenommen wurden und in welchen Bereichen des Lebens, insbesondere in den Prozessen des Aufwachsens, sie eine Rolle spielten. Besonderes Augenmerk richtet sich dabei erstens auf Fragen der Globalisierung, zweitens auf Geschlechterfragen (Männlichkeits- und Weiblichkeitsideale, Geschlechterrollen und -identitäten) sowie drittens auf den Themenkomplex Autorität, der ausgehend von der älteren These Hans-Ulrich Wehlers von der autoritären Matrix des Kaiserreichs geprüft wird. Die drei übergeordneten Perspektiven werden jeweils auf sämtliche Untersuchungsbereiche angewendet: Ehe und Familie, Bildung und Ausbildung inklusive der Militärzeit, Beruf und Peer Groups.

zuletzt verändert: 21.09.2015 18:06

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