Interkulturelle und vergleichende Bildungsforschung

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Profil

Im Arbeitsbereich ‚interkulturelle und vergleichende Bildungsforschung‘ beschäftigen wir uns in Forschung und Lehre mit den komplexen Dynamiken und Folgen von Globalisierung, internationaler (Flucht-)Migration und Transnationalisierung im Bildungs- und Erziehungsbereich:

Aus der Perspektive Interkultureller Bildungsforschung werden Fragen von Bildung und Erziehung im Kontext internationaler (Flucht-)Migration bearbeitet. Schwerpunkte liegen auf dem Beitrag der Institutionen (z.B. Schulen,  Kindertageseinrichtungen oder Hochschulen) an der Herstellung gesellschaftlicher Grenzziehungen und an der Verfestigung von sozialen Ungleichheiten - innerhalb des Bildungssystems wie durch Bildung. In diesem Zusammenhang liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Auseinandersetzung mit Konzepten, Strategien, Möglichkeitsräumen und Barrieren für eine demokratische und inklusionsorientierte Bildungspraxis, die den komplexen Erfordernissen moderner (Post-)Migrationsgesellschaften gerecht wird. Dies schließt die Frage nach den Erfahrungen und Verarbeitungsweisen der am Bildungs- und Erziehungsgeschehen beteiligten Subjekte (vor allem der Heranwachsenden, Eltern, Lehrkräfte und anderer professioneller Akteure) ein. Ein besonderes Augenmerk liegt in unterschiedlichen Projekten auf der Wechselwirkung unterschiedlicher sozialer Differenzierungsprozesse und Zugehörigkeiten (v.a. nationaler, ethnisch-kultureller und religiöser Trennlinien, der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich, Veränderungen der Geschlechterverhältnisse oder der Konstruktionen von ‚Behinderung‘).

Aus der Perspektive Vergleichender Bildungsforschung wird der Wandel öffentlicher Bildung im Kontext von Globalisierung, Internationalisierung und Transnationalisierung untersucht. Dies schließt die Frage nach der Schlüsselrolle der Nationalstaaten für die Vermittlung und Regulierung der Prozesse, in denen die Globalisierung das Nationale und das Lokale beeinflusst, ein. Ein Schwerpunkt liegt auf der Bedeutung breiterer Transformationsprozesse öffentlicher Bildung für die (Neu-)Konfiguration von Fragen des Sozialen und Politischen als Dimensionen der Bildungswirklichkeit in Schulen, vor allem auf ihren Folgen für die Reproduktion sozialer Ungleichheit und die demokratische Verfasstheit von Schule.

last modified Jun 19, 2019 11:09 AM

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