Interkulturelle und vergleichende Bildungsforschung

Erziehungswissenschaft, insbesondere interkulturelle und vergleichende Bildungsforschung - Professorin Dr. Mechtild Gomolla und Mitarbeiterinnen

Profil

Im Arbeitsbereich ‚interkulturelle und vergleichende Bildungsforschung‘ beschäftigen wir uns in Forschung und Lehre mit den komplexen Dynamiken und Folgen von Globalisierung, Internationalisierung und Transnationalisierung im Bildungs- und Erziehungsbereich:

Aus der Perspektive interkultureller Bildungsforschung werden Fragen von Bildung und Erziehung im Kontext internationaler Migration bearbeitet. Schwerpunkte liegen auf dem Beitrag der Institutionen (z.B. Schulen oder Kindertageseinrichtungen) an der Verfestigung sozialer Ungleichheiten, sowie auf den Möglichkeiten einer demokratischen Bildungspraxis, die den Erfordernissen moderner Migrationsgesellschaften gerecht wird. Das Interesse gilt ferner den Erfahrungen und Verarbeitungsweisen der am Bildungs- und Erziehungsgeschehen beteiligten Subjekte (vor allem der Heranwachsenden, Eltern, Lehrkräfte und anderer professioneller Akteure). Dabei wird die Wechselwirkung unterschiedlicher sozialer Differenzierungsprozesse und Zugehörigkeiten (v.a. nationaler, ethnisch-kultureller und religiöser Trennlinien, der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich, Veränderungen der Geschlechterverhältnisse oder der Konstruktionen von ‚Behinderung‘) berücksichtigt.

Aus der Perspektive vergleichender Bildungsforschung wird der Wandel öffentlicher Bildung im Kontext von Globalisierung, Internationalisierung und Transnationalisierung akzentuiert. Dies schließt die Frage nach der Schlüsselrolle der Nationalstaaten für die Vermittlung und Regulierung der Prozesse, in denen die Globalisierung das Nationale und das Lokale beeinflusst, ein. Ein Schwerpunkt liegt auf der Bedeutung dieser Veränderungen für die (Neu-)Konfiguration von Fragen des Sozialen und Politischen als Dimensionen der Bildungswirklichkeit in Schulen, vor allem auf ihren Folgen für die Reproduktion sozialer Ungleichheit und die demokratische Verfasstheit von Schule. Von besonderem Interesse ist die veränderte Rolle von Wissen und Wissenschaft in diesen Prozessen.

zuletzt verändert: 20.01.2016 15:42

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