10/2014

Mobiles Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in Hamburg veröffentlicht Monitoring-Bericht

Das mobile Beratungsteam (MBT) gegen Rechtsextremismus Hamburg bietet Beratung und Unterstützung im Umgang mit rassistischen, rechtsextremen, antisemitischen oder anderen menschenverachtenden und diskriminierenden Erscheinungsformen. Es berät Einzelpersonen, unterstützt die Gründung und Vernetzung von Bündnissen gegen Rechtsextremismus, engagiert sich in der Präventionsarbeit und sieht es darüber hinaus als seine Aufgabe an, rechtsextremistische Vorkommnisse und Strukturen in Hamburg fortlaufend zu analysieren und zu dokumentieren. Das mobile Beratungsteam ist ein Projekt von Arbeit und Leben Hamburg und der DGB Jugend Nord. Im Rahmen des Bundesprogrammes „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ wird es durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Freie und Hansestadt Hamburg gefördert.

Im Oktober hat das MBT Mobile Beratungsteam gegen Rechtsextremismus (MBT Hamburg)  erstmals einen Monitoring-Bericht veröffentlicht, in dem es über aktuelle Entwicklungen innerhalb rechtsextremistischer Strukturen in Hamburg informiert. Mit dem Bericht knüpft die Beratungsstelle an die im November 2013 erschienene BroschüreUmkämpfte Räume“ an, in der sie eine Bestandsaufnahme in Bezug auf rechtsextremistische Strukturen und AkteurInnen in Hamburg vornimmt und zugleich das zivilgesellschaftliche Engagement gegen diese würdigt.

Das aktuelle Monitoring nimmt insbesondere drei Themen in den Blick:

  • Die derzeitige Situation des Hamburger NPD-Landesverbandes, die im Artikel „NPD an der Waterkant – An der Elbe belasten interne Konflikte die Parteiaktivitäten“ in Bezug zu bundesweiten Entwicklungen der Partei gesetzt wird.
  • Die Aktivitäten der Kameradschaft „Weisse Wölfe Terrorcrew“, die sich in Hamburg wie bundesweit zunehmend vernetzt und sich in ihrem gewaltbereiten Vorgehen von juristischen und polizeilichen Maßnahmen gegen sie bisher weitgehend unbeeindruckt gezeigt hat.
  • Die weitere Etablierung zweier Hamburger Rechtsrockbands, die aktuell zu einer Stärkung der Neonaziszene in Hamburg führt.

Laut Bericht sind die „verschiedenen AkteurInnen und Strukturen der extremen Rechten ebenso wenig statisch wie die Initiativen und Protestformen gegen sie“. Diese Veränderungen gelte es zu beobachten und zu dokumentieren. Daher sollen dem aktuellen Bericht künftig weitere Monitorings folgen, die dann neben dem aktuellen Bericht sowie weiteren Publikationen zum Thema Rechtsextremismus in Hamburg auf der Seite des Mobilen Beratungsteams zum Download zur Verfügung gestellt werden.

 

zuletzt verändert: 18.11.2015 15:27

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