3/2015

Hamburger Projekt im Jugendwettbewerb "Rassismus - nicht mit mir!" von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ausgezeichnet

In ganz Deutschland engagieren sich junge Menschen gegen Diskriminierung und Rassismus: Die Antidiskriminierungsstelle hat diesen Einsatz nun erstmals im Rahmen des Themenjahres 2014 gegen Rassismus „Gleiche Chancen. Immer.“ mit einem Jugendwettbewerb gewürdigt. Die Preisträgerinnen und –träger erhielten im März 2014 ihre Auszeichnungen in Berlin. Darunter ist auch ein Projekt des Hamburger Bildungsträgers verikom e. V. – Verbund für interkulturelle Kommunikation und Bildung e. V.

Ausgezeichnet wurden wegweisende Projekte von Jugendlichen ab 16 Jahren. „Wir wollen sichtbare Zeichen gegen Rassismus würdigen – auch um andere zu animieren, kreativ zu werden“, sagte die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, Christine Lüders.

Nach der Auswahl einer Fachjury wurden drei Preise sowie ein Ehrenpreis vergeben. Der erste Platz ging an die Black Diaspora School aus dem Berliner Stadtteil Wedding, eine selbst organisierte Initiative schwarzer Jugendlicher, die sich mit der Geschichte Afrikas und der afrikanischen Diaspora sowie einem Konzept für Beschwerdestellen gegen Rassismus an Schulen befassen. Den zweiten Preis gewann das Team von „YES – Young Mentors for Equality at School“ aus Hamburg, das während eines Workshops mit muslimischen Schülerinnen und Schülern einen Film über deren Diskriminierungserfahrungen gedreht hat.

Im Pilotprojekt „YES – Young Mentors for Equality at School“ sind Student/-innen aus verschiedenen Fachbereichen und Mentorentrainer mit Migrationshintergrund aktiv. Trotz strukturell bedingter Barrieren schafften diese es, ihre Bildungslaufbahn erfolgreich zu absolvieren. Im Rahmen des Projekts wurden sie zu Antidiskriminierungstrainern ausgebildet.

Das Projekt wendet sich vor allem an Schulen und Bildungseinrichtungen. Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler oder auch Lehramtsstudierende sollen für Diskriminierungsstrukturen sensibilisiert werden. Die YES-Mentoren können insbesondere bei vorgeblichen oder tatsächlichen “interkulturellen” Konflikten auch als Vermittler zwischen Lehrern und Schülern fungieren. Ziel soll es sein, eine positive Klassen- und Schuldynamik zu stärken.

zuletzt verändert: 01.04.2016 15:15

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