12/2012

Einfluss der elterlichen Schulwahl auf die Segregation an Grundschulen - aktuelle Studie des Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration

In unserem letzten Eintrag in diesem Jahr  möchten wir Sie auf eine aktuelle Studie des Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration hinweisen, in der es um den Einfluss der elterlichen Schulwahl auf die Segregation an Grundschulen geht:

"Etwa jeder vierte Jugendliche mit Migrationshintergrund, aber nur jeder zwanzigste ohne Migrationshintergrund besucht bundesweit eine weiterführende Schule, in der Schüler nichtdeutscher Herkunft die Mehrheit bilden (Konsortium Bildungsberichterstattung 2006: 162). In Großstädten ist diese Trennung der Schülerschaft bereits im Grundschulalter festzustellen. In Berlin gehen fast zwei Drittel der Kinder mit Migrationshintergrund auf eine Grundschule, in der die meisten ihrer Mitschüler ebenfalls nichtdeutscher Herkunft sind. Hingegen besuchen sechs von sieben Kindern ohne Migrationshintergrund eine Grundschule in der mehrheitlich Kinder mit deutschen Wurzeln lesen, rechnen und schreiben lernen (SenBJW 2012a). Diese Segregation von Grundschülern mit Migrationshintergrund führt zu ungleichen Lernchancen für Zuwandererkinder, die bereits in vielen Fällen auf Grund ihrer sozialen Herkunft benachteiligt sind. Durch tägliche Interaktion mit Mitschülern mit ähnlich schwierigen Lernausgangsbedingungen sowie fehlende positive Rollenvorbilder verfestigen sich besonders bei schwächeren Schülern Leistungs- und Verhaltensnormen, die sich letztendlich in schlechteren Lernergebnissen widerspiegeln."

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zuletzt verändert: 18.11.2015 15:27

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