03/2012

Studie "Lebenswelten junger Muslime in Deutschland" - eine kritische Betrachtung

"Ein Zeichen des Zusammenhalts und des Einstehens gegen jede Form von Rassismus setzten am 23. Februar rund 1200 Teilnehmer der zentralen Gedenkveranstaltung für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt. Anlass für die Gedenkfeier im Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt war die im vergangenen Jahr aufgedeckte Mordserie, die dem Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) angelastet wird. Die Ansprache hielt Bundeskanzlerin Angela Merkel." (Quelle: BMI 03/2012)

Kurz nach der Gedenkfeier für Opfer rechtsextremer Gewalt in Deutschland, wird vom Bundesministerium des Inneren eine Studie mit dem Titel: "Lebenswelten junger Muslime in Deutschland" veröffentlicht. Die HEYMAT-Forschergruppe der Humboldt Universität zu Berlin, beschäftigt sich in einer ersten Stellungnahme kritisch mit Inhalten der Studie, besonders im Hinblick auf die theoretischen Grundlagen und das methodische Vorgehen der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die HEYMAT-Forschergruppe erachtet die Ergebnisse der Studie insgesamt für positiver als ihre tendenziöse Zusammenfassung und ihre selektive Rezeption in den Medien vermuten lassen. Bemängelt wird v.a. der fehlende Vergleich mit Jugendlichen aus anderen Bevölkerungsgruppen.

Stellungnahme HEYMAT-Forschergruppe zur Studie "Lebenswelten junger Muslime in Deutschland"

zuletzt verändert: 18.11.2015 15:27

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