10/2013

Migration, Integration und Demokratie

Eine 62jährige Frau aus Karlsruhe konnte vor Gericht ihre Einwände dagegen durchsetzen, dass sie, nachdem sie seit 32 Jahren in Deutschland lebt, nun an einem Intensivsprachkurs als Integrationsprogramm teilnehmen sollte. Mit fünf Kindern, die beruflich und sozial überdurchschnittlich integriert seien, so argumentiert das Gericht, müsse die Frau selber auch als integriert gelten und könne zu einer solchen Maßnahme nicht gezwungen werden. (Vgl. Bericht am 17./18.August SZ)

Wovon ist die Rede, wenn von Integration gesprochen wird? Offensichtlich verstehen Rechtsprechung, Verwaltung, Politik , aber auch Einzelpersonen und Gruppen das Gemeinte unterschiedlich. Es ist auch davon auszugehen, dass eine abschließende Definition nicht zu haben sein wird, es sei denn, die Prozesshaftigkeit von Integration, die verschiedenen Interessenslagen und die wechselnden Kontexte und Bezugsebenen würden unterschlagen. Es muss und wird also weiter nachgedacht und diskutiert werden – und deswegen möchten wir auf folgende Tagung hinweisen, die das Hamburger Institut für Sozialforschung, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Soziologie der Universität Hamburg und der Sektion Migration und ethnische Minderheiten der Deutschen Gesellschaft für Soziologie am 24. Und 25. Oktober 2013 durchführt:

Migration, Integration und Demokratie

Programm:

Konzeption:

zuletzt verändert: 18.11.2015 15:27

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