Sozialpsychologie

Prof. Dr. Hans-Peter Erb

Profil

In der Sozialpsychologie wird untersucht, welchen Einfluss die tatsächliche oder vorgestellte Anwesenheit anderer auf menschliches Verhalten und Erleben hat. Aus diesem sehr breiten Forschungsgebiet werden an der Professur für Sozialpsychologie insbesondere folgende Fragen bearbeitet:

  • Wie bilden sich Menschen alltägliche Urteile zum Beispiel über Konsumprodukte, politische Parteien, andere Menschen usw.?
  • Welchen sozialen Einflüssen sind Menschen ausgesetzt? Wann gehen sie mit der Mehrheit der Anderen konform und unter welchen Bedingungen üben Minderheitsmeinungen einen besonderen Reiz aus?
  • Was bedeutet das individuelle Bedürfnis nach Einzigartigkeit und Individualität? Wie wirkt sich dieses Bedürfnis auf das Verhalten aus?
  • Wie wirken Töne und Klänge? Hört sich ein Name mit "i" (z. B "Miri") kleiner an als ein Name mit "a" (z. B. "Mara")?
  • Wie verändern sich Finanzentscheidungen unter Bedingungen wie Gier und anderen Motiven?
  • Wie wirken Analogien mit historischen Ereignissen auf die Bewertung aktueller politischer Themen?

Wir arbeiten unter anderem zusammen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der

  • University of Maryland, USA
  • Universität Bielefeld, Deutschland
  • Universität Rom "La Sapienza", Italien
  • Universität Brüssel, Belgien

Unsere Professur in den Medien

Hier finden Sie eine Liste aktueller Medienresonanz auf unsere Forschung.

Veranstaltungen und Aktuelles

Jeder bekommt, was er verhandelt: Mentale Buchführung in Verhandlungen
Prof. Dr. Roman Trötschel, Leuphana Universität Lüneburg

15. Mai 2017; 14 Uhr s.t.
Hauptgebäude, Seminarraum 309
Initiator: Univ.-Prof. Dr. Hans-Peter Erb, Fakultät GeiSo

Am 15. Mai 2017 ist Prof. Dr. Roman Trötschel von der Leuphana Universität Lüneburg zu Gast im Forschungskolloquium der Sozialpsychologie an der Helmut-Schmidt-Universität.

Prof. Dr. Roman Trötschel ist Professor für Sozial- und Organisationspsychologie an der Leuphana Universität Lüneburg. In seiner wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt er sich mit kognitiven Prozessen in Verhandlungen sowie der Auswirkung des Verhandlungskontextes (z. B. Tarifverhandlungen mit Gruppenrepräsentanten) auf das Verhandlungsgeschehen und das resultierende Ergebnis. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Forschungstätigkeit liegt im Bereich der Konfliktintervention (Mediation, Schlichtung, Schiedsverfahren).       

Das Thema seines Vortrags im Rahmen des Forschungskolloquiums ist „Jeder bekommt, was er verhandelt: Mentale Buchführung in Verhandlungen“.

Interessierte sind herzlich eingeladen.

 

„Diktator“: Vierteiliges Social-Factual auf ZDFneo

Kommentiert von Dr. Christine Flaßbeck
(Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Professur für Sozialpsychologie an der HSU)

Bildquelle: https://www.zdf.de/dokumentation/diktator

„Acht Deutsche im Alter von 19 bis 31 Jahren beteiligen sich an einem Experiment. Sie werden Bürger und Bürgerinnen einer fiktiven Diktatur. Eine Woche lang leben sie nach strengen Regeln. Ohne Handy, Radio, Fernsehen oder Kontakt zur Außenwelt. Ohne die Privilegien einer Demokratie. ZDFneo sendet das vierteilige Social Factual ‚Diktator‘ im Rahmen des Programmschwerpunkts ‚Wer hat die Macht?‘.“ (Pressemappe des ZDF)

Alle Folgen der Dokumentation, ein Interview mit Dr. Christine Flaßbeck sowie weitere Informationen sind in der ZDF-Mediathek unter diesem Link abrufbar: https://www.zdf.de/dokumentation/diktator

Oder im Programm von ZDFneo: Folge 1 & 2 am Sonntag 23.04.2017, ab 21:45 Uhr und Folge 3 & 4 am Sonntag 31.04.2017, ab 21:45 Uhr.

 

An der Professur für Sozialpsychologie wird vorrangig an folgenden Themen geforscht:

  • Der Konsens-Ansatz ist eine Erklärung des sozialen Einflusses durch Minderheiten und Mehrheiten. Individuen als Mitglieder sozialer Gruppen zeigen Uniformität und Anpassung an die Vorgaben der Mehrheit der anderen Gruppenmitglieder – beobachtbar in gemeinsamer Kleidungsordnung, sozial geteilten Normen und Moralvorstellungen, Demokratie als politischer Grundeinstellung usw. Der herrschende Konsens bestimmt, was erwartet wird und als "normal" gilt. Hieraus ergeben sich soziale Phänomene, die umgangssprachlich z. B. als „Herdentrieb“ bezeichnet werden.
  • Unimodel: Urteile zu bilden, sei es über das Wetter, eine politische Partei, eine Person, ein Konsumprodukt usw. ist eine fundamentale menschliche Aktivität, die über die Jahre viel wissenschaftliches Interesse in der Sozialpsychologie erfahren hat. In unserer Abteilung untersuchen wir insbesondere Persuasionsphänomene aus dem Blickwinkel des Unimodels.
  • Need for Uniqueness: Das Bedürfnis, einzigartig zu sein und sich als unverwechselbares Individuum zu fühlen, ist ein menschliches Grundmotiv. Wir haben dazu eine deutschsprachige Skala entwickelt, mit der dieses interindividuell unterschiedlich ausgeprägte Bedürfnis gemessen werden kann. Menschen mit einem hohen Bedürfnis nach Einzigartigkeit sind kreativ und gelten als Innovationstreiber in Unternehmen und Organisationen. Sie bevorzugen ausgefallene Konsumprodukte, sind extravertiert, insgesamt zufriedener mit ihrem Leben und Neuem gegenüber aufgeschlossen. Im Umgang mit anderen Menschen erscheinen sie aber auch oft als "schwierig".

Wenn sie mehr über diese und andere Themen unserer Professur erfahren möchten, lesen sie gerne unter Forschung mehr dazu.

Lehre

In der Lehre wirkt die Professur für Sozialpsychologie in den Studiengängen Psychologie, Bildungs- und Erziehungswissenschaft, Volkswirtschaftslehre und Geschichtswissenschaften mit. Ein Schwerpunkt im M. Sc. Psychologie bildet das Thema "Judgment and Decision Making". Jedes Trimester bieten wir eine Reihe von Vorlesungen, Seminaren und Übungen an. Bitte informieren Sie sich im Bereich Lehre. Erstinformation zu unserem Selbstverständnis finden Studierende im folgenden Artikel:

Team

Wer wir sind und welche Forschungsschwerpunkte unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben, erfahren Sie im Bereich Team.

Interna

zuletzt verändert: 04.05.2017 13:16

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