Sozialpsychologie

Prof. Dr. Hans-Peter Erb

Profil

In der Sozialpsychologie wird untersucht, welchen Einfluss die tatsächliche oder vorgestellte Anwesenheit anderer auf menschliches Verhalten und Erleben hat. Aus diesem sehr breiten Forschungsgebiet werden an der Professur für Sozialpsychologie insbesondere folgende Fragen bearbeitet:

  • Wie bilden sich Menschen alltägliche Urteile zum Beispiel über Konsumprodukte, politische Parteien, andere Menschen usw.?
  • Welchen sozialen Einflüssen sind Menschen ausgesetzt? Wann gehen sie mit der Mehrheit der Anderen konform und unter welchen Bedingungen üben Minderheitsmeinungen einen besonderen Reiz aus?
  • Was bedeutet das individuelle Bedürfnis nach Einzigartigkeit und Individualität? Wie wirkt sich dieses Bedürfnis auf das Verhalten aus?
  • Wie verändern sich Finanzentscheidungen unter Bedingungen wie Gier und anderen Motiven?
  • Wie wirken Analogien mit historischen Ereignissen auf die Bewertung aktueller politischer Themen?

Wir arbeiten unter anderem zusammen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der

  • University of Maryland, USA
  • Universität Bielefeld, Deutschland
  • Universität Rom "La Sapienza", Italien
  • Universität Brüssel, Belgien

Unsere Professur in den Medien

Hier finden Sie eine Liste aktueller Medienresonanz auf unsere Forschung.

Veranstaltungen und Aktuelles

 

Social psychological dynamics of historical representations in the enlarged European Union

Die Ergebnisse des COST Action 1205 Projekts "Social psychological dynamics of historical representations in the enlarged European Union" werden in der aktuellen Berichterstattung übersichtlich zusammengefasst. Lesen Sie selbst!

"The Rapporteur summarised the Action's major outcomes, impacts and successes as follows. The COST Action 1205 "Social psychological dynamics of historical representations in the enlarged European Union" was a timely and innovative action, which responded to concerns both in the Research community and in European societies. The most impressive achievements of the Action are in the sphere of research. Led by social psychologists, the Action actively sought and enabled fruitful - although at times difficult - dialogue between two disciplines with very different academic traditions, methodologies and epistemologies: social psychology and history. It managed to bring forward the study of social  representations of the past (collective memories) using the research instruments of social and political psychology. This is an outstanding achievement, reflected in the publications resulting from the Action. Their quality merits special mention: articles and thematic issues of international academic journals with high impact factor, two books published/in production by Palgrave MacMillan. Thus, the first and foremost impact of the Action is its scientific breakthrough in the study of a ubiquitous phenomenon in contemporary Europe from a new and promising perspective.

Another significant impact is the international networking. With 166 participants from 28 COST countries, one Near Neighbour country and two International Partner countries, the Action has attracted researchers' interest beyond the initial expectations. It is worth noting that the Action included members from postconflict countries, such as Bosnia and Hercegovina and FYR Macedonia. The intensity and quality of networking is visible in the co-authored publications and joint research projects resulting from the Action. 53 % of the participants being early stage researchers, the Action has been very successful in terms of capacity building as well.

In addition to the benefits for the research community, the Action has had a great potential for an impact on the society at large. In the first place, this impact has been planned in the sphere of history teaching. A major output of the Action is a concise guide for educationists "Recommendations for the History Teaching of Intergroup Conflicts". It is not yet possible to assess its effectiveness but there is a good potential that, if properly disseminated, the guide could influence some aspects of history teaching and thus, in the long run, lay representations of the past.

The workshop "Engaging with Refugees: Disseminating Social Scientific Research to Increase Impact on Practice, Policy and Community", held before the final conference of the Action in 2016, merits Special mention as a timely and constructive reaction to an ongoing concern in most European societies."

Um die Broschüre "Recommendations for the History Teaching of Intergroup Conflicts" aufzurufen, klicken Sie bitte hier

„Stereotype, Vorurteile, Diskriminierung“: SPIEGEL-Kurzinterview mit Prof. Erb

In dem Interview mit dem SPIEGEL werden die Begriffe "Stereotype", "Vorurteile" und "Diskriminierung" von Prof. Erb erläutert, Veränderungsansätze beschrieben und die Frauenquote diskutiert.
In der aktuellen SPIEGEL-Ausgabe ergänzt dieses Video den Artikel „Rote Fähnchen auf den Tisch!", ein SPIEGEL-Gespräch mit der Ökonomin Iris Bohnet.

 

An der Professur für Sozialpsychologie wird vorrangig an folgenden Themen geforscht:

  • Der Konsens-Ansatz ist eine Erklärung des sozialen Einflusses durch Minderheiten und Mehrheiten. Individuen als Mitglieder sozialer Gruppen zeigen Uniformität und Anpassung an die Vorgaben der Mehrheit der anderen Gruppenmitglieder – beobachtbar in gemeinsamer Kleidungsordnung, sozial geteilten Normen und Moralvorstellungen, Demokratie als politischer Grundeinstellung usw. Der herrschende Konsens bestimmt, was erwartet wird und als "normal" gilt. Hieraus ergeben sich soziale Phänomene, die umgangssprachlich z. B. als „Herdentrieb“ bezeichnet werden.
  • Unimodel: Urteile zu bilden, sei es über das Wetter, eine politische Partei, eine Person, ein Konsumprodukt usw. ist eine fundamentale menschliche Aktivität, die über die Jahre viel wissenschaftliches Interesse in der Sozialpsychologie erfahren hat. In unserer Abteilung untersuchen wir insbesondere Persuasionsphänomene aus dem Blickwinkel des Unimodels.
  • Need for Uniqueness: Das Bedürfnis, einzigartig zu sein und sich als unverwechselbares Individuum zu fühlen, ist ein menschliches Grundmotiv. Wir haben dazu eine deutschsprachige Skala entwickelt, mit der dieses interindividuell unterschiedlich ausgeprägte Bedürfnis gemessen werden kann. Menschen mit einem hohen Bedürfnis nach Einzigartigkeit sind kreativ und gelten als Innovationstreiber in Unternehmen und Organisationen. Sie bevorzugen ausgefallene Konsumprodukte, sind extravertiert, insgesamt zufriedener mit ihrem Leben und Neuem gegenüber aufgeschlossen. Im Umgang mit anderen Menschen erscheinen sie aber auch oft als "schwierig".

Wenn sie mehr über diese und andere Themen unserer Professur erfahren möchten, lesen sie gerne unter Forschung mehr dazu.

Lehre

In der Lehre wirkt die Professur für Sozialpsychologie in den Studiengängen Psychologie, Bildungs- und Erziehungswissenschaft, Volkswirtschaftslehre und Geschichtswissenschaften mit. Ein Schwerpunkt im M. Sc. Psychologie bildet das Thema "Judgment and Decision Making". Jedes Trimester bieten wir eine Reihe von Vorlesungen, Seminaren und Übungen an. Bitte informieren Sie sich im Bereich Lehre. Erstinformation zu unserem Selbstverständnis finden Studierende im folgenden Artikel:

Team

Wer wir sind und welche Forschungsschwerpunkte unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben, erfahren Sie im Bereich Team.

Interna

zuletzt verändert: 02.10.2017 15:26

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