Soziale Gefüge als "Assemblage" untersuchen

Jenseits von Ethnomethodologie und Diskursanalyse.

Methodisch-methodologische Erprobung des "assemblage"-Ansatzes 

 

Für die Erfassung vielschichtiger Sozialbeziehungen und wechselseitiger Wirkungszusammenhänge versucht diese Studie, den "assemblage"-Ansatz methodisch umzusetzen und methodologisch zu reflektieren. In Anlehnung an Paul Rabinow, der vorschlägt, sich dazu einer Art von wilder bricolage zu bedienen, um die "Gefüge" der Gegenwart als "assemblage" (Deuleuze/Guattari 1990) zu erforschen, sollen die noch nicht systematisch institutionalisierten Zusammenhänge zwischen neuem Wissen und neuen Technologien, veränderten Subjektivitäten und Vergemeinschaftungsformen, Mustern der politischen, ethischen und rechtlichen Regulierung und ökonomischen Interessen in konkreten Fallstudien sichtbar gemacht werden.

In zwei exemplarischen Fallanalysen einer "Assemblage" wird multiperspektivisch untersucht, wie sich soziale Gefüge inhaltlich und relational durch bisherige Klassifikationen bestimmt ist und in welchen Handlungen, Regulativen und Institutionen es strukturiert und ausgestaltet wird. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht eine zirkuläre Befragung und Beobachtung aller beteiligten Personen/Rollenträger. 

 

last modified Dec 11, 2019 11:18 AM

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